Herzlich willkommen auf den Seiten des 
Örtlichen Personalrates Freising!

Der Personalrat für die Grund- und Mittelschulen im Bereich des Staatlichen Schulamtes Freising

Erfahren Sie mehr über unsere Aufgaben und wie wir die Anliegen der Beschäftigten vertreten.

 

Wir wünschen ein erfolgreiches und schönes Schuljahr 2026/2027. Die Bedingungen werden nicht leichter, aber der Beruf bleibt ein sehr wichtiger, denn die Lehrkräfte geben der Welt das Gesicht von morgen.

 

Der ÖPR ist wie ein Fels in der Brandung immer für Sie da…. wenn es brennt!

 

 

"Klare Haltung – Klarer Kurs – Klare Beratung!"

Rede der Vorsitzenden zur Vereidigung der neuen Lehrkräfte im Schulamtsbezirk Freising am Montag, 14.09.2026: 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Beamte auf Widerruf,

heute ist ein besonderer Tag. Ein Tag, der Ihren beruflichen Weg markiert, ein Tag, der Verantwortung übergibt, ein Tag, der Bedeutung schafft. Sie haben das 1. Staatsexamen bestanden – herzlichen Glückwunsch zu dieser herausragenden Leistung. Und Sie sind hier angekommen, im Schulamtsbezirk Freising, einem Ort, der Ihnen viel bieten wird.

1. Ein Bezirk, der Sie trägt und stärkt

Unsere Schulen, unsere Seminare, unser Schulamt – sie stehen für Modernität, Offenheit, 

Inspiration, Struktur und Teamgeist. Sie arbeiten in einer Region mit hervorragender Lage: nah an München, nah oder nicht ganz so nah an Ihren Heimatorten, aber jedenfalls sehr nah an den großen Verkehrsachsen. Für viele von Ihnen war der Weg hierher weit – aber er hat Sie an einen Ort geführt, der Ihnen gute Bedingungen bietet.

Denn eines gilt für alle: Es hätte Sie nicht besser treffen können.

Sie finden hier:

  • einen Personalrat, der hinter Ihnen steht wie ein Fels in der Brandung – schützend, beratend, begleitend
  • ein Schulamt, das zuhört, unterstützt und wertschätzt
  • ein Team aus Seminarleitungen, die bewährt, sehr kompetent und professionell sind und sie in der Prüfungssituation wie Löwen verteidigen werden
  • insgesamt Strukturen, die professionell sind, aber im Einzelfall immer Sie als Menschen im Focus haben.

2. Die Menschen, für die Sie da sind

Im Mittelpunkt stehen die Schülerinnen und Schüler, die sich auf Sie freuen. Und die Eltern, die Ihnen das Wertvollste anvertrauen, das sie haben.

Sie, liebe neue Lehrerinnen und Lehrer, geben der Welt von morgen ein Gesicht. Sie gestalten Zukunft. Sie bilden die Denker, Forscher und Entwickler von morgen aus. Sie bahnen demokratisches Bewusstsein an und entwickeln es weiter. Sie tragen zu einem guten Miteinander in unserer Gesellschaft bei. Sie begleiten junge Menschen auf dem Weg zu Alltags- und Zukunftskompetenz.

Die Bedeutung Ihres Berufs kann man nicht hoch genug würdigen.

3. Ihr Wert, Ihre Verantwortung, Ihre Haltung

Sie, liebe neue Lehrerinnen und Lehrer, tragen eine Verantwortung, die weit über das Vermitteln von Unterrichtsstoff hinausgeht. Sie sind Architektinnen und Architekten der Zukunft, denn Sie prägen junge Menschen in einer Phase, in der sich ihre Persönlichkeit, ihr Weltbild und ihr moralischer Kompass formen. Sie sind diejenigen, die Wertebildung ermöglichen, die demokratisches Bewusstsein anbahnen und die Grundlagen für ein respektvolles, friedliches und verantwortungsvolles Miteinander legen.

Ihre Verantwortung beginnt jeden Morgen, wenn Sie die Klassenzimmertür öffnen. Sie beginnt in dem Moment, in dem ein Kind Sie anschaut – mit Unsicherheit, mit Neugier, mit Angst, mit Hoffnung. Sie beginnt, wenn Eltern Ihnen das Wertvollste anvertrauen, das sie besitzen: ihre Kinder.

Sie sind Schutzraum, Orientierungspunkt, Stabilitätsanker. Sie geben Struktur, wo sie fehlt. Sie geben Halt, wo er brüchig geworden ist. Sie geben Sicherheit, wo Unsicherheit herrscht.

Sie geben Sicherheit, wo Unsicherheit herrscht. Sie geben Menschlichkeit, wo Härte und Kälte zunehmen.

In einer Zeit, die geprägt ist von technologischen Umbrüchen, gesellschaftlichen Spannungen, Kriegen, Flucht, Hass und Polarisierung, sind Sie diejenigen, die jungen Menschen zeigen, wie man Mensch bleibt. Wie man denkt. Wie man fühlt. Wie man Verantwortung übernimmt – für sich und für andere.

Diese Verantwortung ist groß. Sie ist anspruchsvoll. Sie ist herausfordernd. Aber sie ist auch das Wertvollste, was man beruflich tragen kann.

Denn Sie gestalten nicht nur Unterricht. Sie gestalten Lebenswege. Sie gestalten Charakter. Sie gestalten Zukunft.

Vertiefte Passage zur professionellen Verantwortung

Wenn Sie Ihren Beruf ernst nehmen, Ihre Pflichten gewissenhaft erfüllen und bereit sind, Verantwortung zu tragen, dann entsteht eine besondere Kraft, die Sie durch schwierige Zeiten trägt. Verantwortung heißt:

  • Grenzen setzen, wo Grenzen nötig sind
  • Klarheit zeigen, wo Unklarheit entsteht
  • Stand halten, wo Druck entsteht
  • Würde bewahren, wo Respekt verloren geht
  • Vorbild sein, wo Orientierung fehlt

Verantwortung heißt auch, sich selbst zu schützen: Sprechen Sie über Belastungen, über Zweifel, über Überforderung – mit Kolleginnen und Kollegen, mit Seminarleitungen, mit Schulleitungen oder mit dem Personalrat. Der Personalrat ist für Sie da, begleitet Sie und ist schweigepflichtig – ein sicherer Ort für alles, was Sie bewegt.

Schlussgedanke zur Verantwortung

Sie tragen Verantwortung – ja. Aber Sie tragen sie nicht allein. Sie tragen sie gemeinsam mit uns, mit Ihrem Seminar, mit Ihren Kolleginnen und Kollegen, mit Ihrem Schulamt, mit Ihrem Personalrat. Und genau deshalb können Sie diese Verantwortung nicht nur tragen, sondern mit Stolz, mit Haltung und mit Herz leben.

5. Die Haltung, die Sie stark macht

Wenn Sie Ihren Beruf ernst nehmen, Ihre Pflichten gewissenhaft erfüllen, Verantwortung tragen und allen in der Schulfamilie mit Wertschätzung, Vertrauen, Achtung, Respekt und Ehrlichkeit begegnen, dann entsteht eine besondere Stärke, die Sie trägt.

Zeigen Sie Anstand und Haltung. Seien Sie Vorbild. Leben Sie die Werte, die Sie vermitteln. Orientieren Sie sich an einem humanistischen Weltbild und einem demokratischen Bewusstsein.

6. Schule neu denken – mit Mut und Herz

Erkennen Sie Ihre individuellen Fähigkeiten. Greifen Sie die Potenziale Ihrer Schülerinnen und Schüler auf. Fördern Sie. Fordern Sie. Kümmern Sie sich. Und denken Sie Schule neu – mit Mut, mit Kreativität, mit Herz.

Schlusswort

In diesem Sinne: Herzlich willkommen im Schulamtsbezirk Freising. Wir freuen uns auf Sie, wir stehen hinter Ihnen, und wir begleiten Sie auf Ihrem Weg.

Vorstellung

Der Örtliche Personalrat ist die von den Beschäftigten gewählte Interessenvertretung beim Staatlichen Schulamt im Landkreis Freising.

 Der ÖPR ist nicht an der einzelnen Schule, sondern auf der Ebene des Schulamtes angesiedelt. Wir vertreten insgesamt 42 Grund- und Mittelschulen. 

Der ÖPR besteht aufgrund der Beschäftigtenzahl von ca. 920 Lehrkräften aus insgesamt 11 Mitgliedern. Diese setzen sich aus 9 Beamten- und 2 Angestelltenvertreterinnen und -vertretern zusammen.

Die Arbeitsweise des ÖPR nach dem Personalvertretungsgesetz finden Sie in der Navigation unter dem Punkt "Arbeitsweise und Grundsätze"

Wir freuen uns, wenn Sie unsere Unterstützungsangebote und Dienstleistungen in Anspruch nehmen. 

Unser Ziel ist es, dass Sie sich in Ihrem Arbeitsalltag wohl fühlen, um Kraft und Energie für den Einsatz an den Schulen zu haben. 

Ihre Kerstin Rehm

Vorsitzende 

Aufgaben

Der Personalrat berät und unterstützt die Lehrkräfte, Schulleitungen und das gesamte pädagogische Personal im Schulamtsbezirk Freising. Ziel ist es, immer in Konfliktfällen zu einer für alle Beteiligten zufriedenstellenden Lösung zu kommen. 

Der Personalrat wirkt aber auch bei Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz (z.B. Gefährdungsbeurteilung Schwangere, Arbeitsplatzgestaltung, ...) sowie der Erstellung von Dienstvereinbarungen (z. B. Mobile Reserven, elektronische Schließsysteme, Kopiersysteme oder PC/Internetanwendungen) mit.

 Die genauen Aufgaben sind in den Artikeln 67 bis 79 des Bayerischen Personalvertretungsgesetzes beschrieben:

 individuelle Beratung in persönlichen dienstlichen Fragen, Mitwirkung beim Fortbildungsangebot, Mitwirkung bei Umsetzungen der Beschäftigten innerhalb des Schulamtsbezirkes, Stellungnahmen bei Bewerbungen auf Funktionsstellen, Initiativen zur Verbesserung der Arbeitssituation, personalrechtliche Vorgänge wie Einstellungen, Verbeamtungen, Versetzungen, Disziplinarmaßnahmen und Entlassungen sowie Inhalten von Personalfragebögen. 

Aufgaben des ÖPR müssen nach bestimmten Grundsätzen des BayPVG behandelt werden. Diese finden Sie in der Navigation unter dem Punkt "Grundsätze"!

Inhaltliche Schwerpunkte

Der spannendste Teil der Personalratsarbeit ist die Beratung von Lehrkräften, die schwerpunktmäßig in Einzelgesprächen am Telefon, in den Schulen oder in den Büros der Vorsitzenden, Frau Rehm, stattfindet. Dabei kommen häufig Fragen beispielsweise zur Stundenplangestaltung auf, wenn Lehrkräfte aus der Elternzeit wiederkommen oder wenn plötzlich pflegebedürftige Angehörige zu betreuen sind. Bei erkrankten Lehrkräften tauchen Sorgen und Fragen auf: "Was passiert, wenn ich länger krank bin und muss ich danach gleich wieder voll arbeiten? Wie sieht es dann aus mit meinen Dienstbezügen? Muss ich mir existenzielle Sorgen machen? Werde ich dann zwangspensioniert?" 

Auch beim Wunsch, die Schule zu wechseln, werden Lehrkräfte vom Personalrat beraten und ggf. unterstützt. Lehrkräfte holen sich häufig Rat, um Konflikte zu vermeiden oder haben Fragen zur Arbeitszeit, zu Konferenzen oder zur Vorbereitung auf ein schwieriges Gespräch. Auf Wunsch begleiten Personalräte Lehrkräfte zum Gespräch mit der Schulleitung oder dem Schulamt, um einen gemeinsamen Weg zu finden. 

Und gut zu wissen:

Es gibt immer wieder mal Konflikte im Arbeitsleben, weil es „menschelt“. 

Es gibt aber immer Lösungen, die die Örtliche Personalvertretung gern mit Ihnen oder auch zusammen mit den Konfliktpartnern erarbeitet.

Das sollte man noch wissen:

Personalräte dürfen keine rechtliche Vertretung übernehmen. Dies ist die Aufgabe der Rechtsabteilungen von Ver-
bänden und Gewerkschaften sowie von Rechtsanwälten. Alle Mitglieder des Personalrates sind absolut zur Verschwiegenheit verpflichtet. Informationen, die der Personalrat erhält, werden streng vertraulich behandelt gemäß Artikel 10, BayPVG. 
Das Brechen der Schweigepflicht ist ein grober Verstoß, der Konsequenzen hat.

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